Trümmersuche


Bei Erdbeben, Explosionen oder andere Unglücksfällen werden Personen immer wieder lebensbedrohlich verschüttet oder eingeschlossen. Ausgebildete Trümmersuchhunde beweisen immer wieder, dass sie in solchen Situationen trotz aller technischen Möglichkeiten nach wie vor unverzichtbar sind und schnell und effektiv Leben retten.

 

Ein Trümmersuchhund muss auch unter widrigsten Umständen selbständig intensiv suchen, ohne sich ablenken zu lassen. Im realen Einsatzfall sucht der Hund das Schadensfeld selbständig ab, während der Hundeführer im sicheren Außenbereich verbleibt. Das ist nur durch eine gute Teamarbeit und Führigkeit des Hundes möglich.

 

Grundvoraussetzung dafür ist eine absolute Umweltsicherheit und Gewandheit des Hundes. Die Gewandheit wird zusätzlich in der Gerätearbeit geschult. Hier lernt der Hund zu klettern, zu balancieren, verschiedene Untergründe (Bretter, Paletten, Gitter, Folien, sich bewegende und instabile Untergründe, Leitern usw) ohne Unsicherheit auf Anweisung des Hundeführers zu begehen.

 

Die Arbeit eines Trümmersuchhundes kann in vielen Beziehungen als die Krone der Rettungshundearbeit angesehen werden. In keiner anderen Sparte können so viele Schwierigkeiten auf einmal auftreten. Er muss die Witterung des Opfers aus vielerlei anderen Gerüchen herausfiltern, er muss das Opfer unter oft meterdicken Trümmerschichten orten. Staub erschwert seine Arbeit, sein Suchgebiet ist oft extrem schwer zu begehen.

 


Einsätze in größeren (ausländischen) Katastrophengebieten bedingen ganz besondere Belastungen für Mensch und Hund:

  • lange Transportwege (in Boxen)
  • unbekannte Transportfahrzeuge (LkW oder Hubschrauber)
  • eventuelle Klimaumstellung
  • ungewohnte fremde Umgebung
  • veränderte Tagesabläufe ungewohnte Unterbringung (in Sammelunterkünften)
  • Lärm und Hektik
  • sozialer Stress durch andere Suchhunde
  • hohes Verletzungs- und Infektionsrisiko
  • allgemeiner Dauerstress (über viele Tage)

Nur ein gutes und sorgfältig ausgebildetes Team kann unter solchen Verhältnissen trotzdem gute Arbeit leisten.


Der Hund soll nach abgeschlossener Trümmersuchprüfung imstande sein, selbständig, ruhig, sicher, ausdauernd und wenn nötig, vom Hundeführer auf Distanz lenkbar, suchen, finden und laut (bellend) zu verweisen.


Äußere angenehme und unangenehme Einflüsse dürfen den Hund nicht von der Suche ablenken.